ENERGIEWENDE MITGESTALTEN

Natrium statt Lithium: Energiespeicher für Industrie und kritische Infrastruktur.

Natrium-Ionen-Speicher ohne Lithium, Kobalt und Graphit. BESS Container (ca. 1 MWh) und Cabinet (ca. 100 kWh) sind bereits im Einsatz – Batterieparks von 10–⁠100 MWh sind in Umsetzung.

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  • Zellchemie ohne Lithium, Kobalt und Graphit
  • Für Industrie, Gewerbe und kritische Infrastruktur
  • Produkte im Einsatz, Batterieparks in Umsetzung

TECHNOLOGIE

Ein anderer Materialpfad für elektrochemische Speicherung.

Natrium-Ionen-Zellen verwenden Natrium als Ladungsträger. Die Technologie wird branchenweit als alternative Zellchemie für ausgewählte Energiespeicher-Anwendungen entwickelt.

Wenn du Energiespeicher für dein Unternehmen oder deine Infrastruktur bewertest, zählt am Ende die Systemebene – nicht nur die Zellchemie. Wie sicher und zuverlässig ein Speicher im Betrieb ist, entscheidet das Zusammenspiel aus Zelle, Batteriemanagement, Gehäuse und fachgerechter Installation. Genau diese Ebenen erklären wir dir im technischen Briefing.

Batterien aus Salz? Genau genommen aus Natrium, das aus dem überall verfügbaren Kochsalz oder aus Soda gewonnen werden kann. Erste Forschung zu Natrium-Ionen-Batterien reicht bis in die 1970er- und 1980er-Jahre zurück – parallel zur frühen Lithium-Ionen-Forschung. Die Chemie ist also kein neuer Trend, sondern eine seit Jahrzehnten untersuchte Alternative, die erst jetzt industriell reif wird.

WARUM NATRIUM-IONEN

Materialverfügbarkeit und passende Anwendungen im Mittelpunkt.

Natrium-Ionen ergänzt etablierte Speichertechnologien um eine weitere Option – besonders dort, wo Rohstoffbasis, Lieferketten und stationärer Einsatz im Vordergrund stehen.

Breit verfügbare Rohstoffbasis

Natrium ist global weit verbreitet. Dadurch ist die Chemie dort strategisch interessant, wo Materialzugang und diversifizierte Lieferketten eine Rolle spielen.

Diversifizierung der Speichertechnologien

Natrium-Ionen ergänzt etablierte Speichertechnologien um eine weitere elektrochemische Option und ermöglicht eine stärkere Ausrichtung auf den konkreten Anwendungsfall.

Industrielle Relevanz

Besonders relevant ist die Technologie dort, wo Kostenstruktur, Rohstoffbasis, Sicherheitsengineering und stationärer Einsatz als Gesamtsystem bewertet werden.

Kein Wettlauf um knappe Rohstoffe

Ohne Lithium, Kobalt, Mangan oder Graphit ist die Zellchemie von den geopolitisch konzentrierten Lieferketten dieser Rohstoffe unabhängig.

Weniger Abhängigkeit von einzelnen Staaten

Da Natrium nicht auf wenige, teils sanktionsbetroffene Förderstaaten konzentriert ist, sinkt das Risiko politisch bedingter Lieferunterbrechungen.

Sicherheit als Systemeigenschaft

Wie sicher ein Speicher ist, entscheidet das Gesamtsystem: Zelle, Batteriemanagement, Gehäuse und fachgerechte Installation. Deshalb betrachten wir Sicherheit auf allen diesen Ebenen – nicht nur auf Zellebene.

PRODUKTPORTFOLIO

Drei Produktlinien für unterschiedliche Speicheranforderungen.

Das Portfolio deckt Großspeicher für kritische Infrastruktur, modulare Kompaktspeicher und Batterieparks im Utility-Maßstab ab — jeweils auf Natrium-Ionen-Basis.

BESS Container

Großspeicher für Industriekunden, kritische Infrastruktur und staatliche Einrichtungen

Die aktuelle Generation ist luftgekühlt und im Leistungsbereich von rund 1 MWh im Einsatz.

Flüssig- und passivgekühlte Varianten mit mehreren Megawattstunden Kapazität befinden sich in der Entwicklung.

Cabinet

Modulare Kompaktspeicher für Industriebetriebe und Privatkunden

Die aktuelle Generation ist luftgekühlt und im Leistungsbereich von rund 100 kWh im Einsatz.

Flüssig- und passivgekühlte Varianten mit höherer Kapazität befinden sich in der Entwicklung.

Batterieparks

Speicherlösungen im Utility-Maßstab (Größenordnung 10–100 MWh)

Batterieparks befinden sich in der Umsetzungsphase.

Der Ausbau erfolgt schrittweise gemeinsam mit Netzwerk- und Vertriebspartnern.

ANWENDUNGEN

Wo unser Speicher zur Infrastruktur wird.

01

Gewerbliche & industrielle Speicher

Stationäre Speicherkonzepte für Unternehmen, Anlagen und industrielles Energiemanagement.

02

Integration erneuerbarer Energie

Speicherarchitekturen zur zeitlichen Abstimmung von erneuerbarer Erzeugung und lokalem Energiebedarf.

03

Rechenzentren & KRITIS

Rechenzentren und andere kritische Infrastrukturen brauchen eine unterbrechungsfreie Stromversorgung. Batteriespeicher können kurze Netzschwankungen oder Ausfälle überbrücken, bis Notstromsysteme übernehmen.

REGULIERUNG

EU-Batterieverordnung und Batteriepass.

Die EU-Batterieverordnung (EU) 2023/1542 legt neue Regeln für Batterien fest, die in der EU in Verkehr gebracht werden – auch für stationäre Energiespeicher.

Für Industriebatterien mit mehr als 2 kWh Kapazität – dazu zählen stationäre Speicher – wird ab Februar 2027 ein digitaler Batteriepass verpflichtend. Er bündelt Angaben unter anderem zu Zusammensetzung, CO₂-Fußabdruck und Recycling.

Daneben sieht die Verordnung Sorgfaltspflichten in der Lieferkette vor, die sich unter anderem auf Kobalt, Lithium, Nickel und Naturgraphit beziehen, sowie schrittweise Mindestanteile an recyceltem Material.

Natrium-Ionen-Zellen kommen ohne Lithium, Kobalt und Graphit aus. Die Verordnung gilt für sie genauso – die Rohstoffbasis ist aber ein Faktor, den Planer und Einkäufer bei der Bewertung von Lieferkette und Dokumentation einbeziehen können.

Allgemeine Einordnung – keine Rechtsberatung und keine Zusage zur Konformität eines bestimmten Produkts.

HÄUFIGE FRAGEN

Fragen, die uns Interessenten stellen.

Kurze Antworten auf die Fragen, die bei der technischen Bewertung zählen.

Wie sicher sind Natrium-Ionen-Speicher?

Sicherheit ist eine Eigenschaft des Gesamtsystems: Zellchemie, Batteriemanagement, Gehäuse und Installation wirken zusammen. Die Zellchemie ist ein Baustein davon. Eine belastbare Aussage lässt sich deshalb nur für ein konkretes System unter definierten Betriebsbedingungen treffen – genau darüber sprechen wir im technischen Briefing.

Was unterscheidet Natrium-Ionen von Lithium-Ionen?

Der wichtigste Unterschied liegt in den Rohstoffen: Natrium-Ionen-Zellen nutzen Natrium als Ladungsträger und kommen ohne Lithium, Kobalt und Graphit aus. Das wirkt sich auf Lieferkette und Rohstoffverfügbarkeit aus. Bei Anwendungen mit engem Bauraum, etwa im Automobilbereich, bleibt Lithium-Ionen wegen der höheren Energiedichte vorerst gesetzt.

Was ist der Unterschied zwischen Natrium-Ionen und LFP (Lithium-Eisen-Phosphat)?

Beide Zellchemien sind primär auf Sicherheit und Langlebigkeit statt auf maximale Energiedichte ausgelegt. Der Unterschied liegt vor allem in den Rohstoffen: LFP benötigt weiterhin Lithium, Natrium-Ionen verzichtet vollständig darauf – das wirkt sich auf Rohstoffverfügbarkeit und Lieferkette aus, nicht zwangsläufig auf jede Leistungskennzahl.

Welche Produkte gibt es bereits?

BESS Container (ca. 1 MWh) und Cabinet (ca. 100 kWh) sind in der aktuellen, luftgekühlten Generation bereits im Einsatz. Batterieparks von 10–⁠100 MWh befinden sich in der Umsetzung. Mehr dazu unter Produkte.

Warum brauchen Rechenzentren Pufferspeicher?

Rechenzentren zählen zur kritischen Infrastruktur und benötigen unterbrechungsfreie Stromversorgung. Batteriegroßspeicher überbrücken kurzfristige Netzschwankungen oder Ausfälle, bis Notstromsysteme greifen.

Was passiert nach meiner Anfrage?

Wir senden dir das technische Briefing per E-Mail. Wenn du möchtest, vereinbaren wir zusätzlich ein Technologie-Gespräch oder einen Video-Call mit unserem Team – den Termin stimmen wir individuell mit dir ab.

Technische Details für dein Projekt.

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